Nissan NV300 2018 5 Bilder Zoom
Foto: Karl-Heinz Augustin

Test Nissan NV300 dCi 145 Doppelkabine

Aus Zwei Welten

Nach einer Frischzellenkur tritt der Nissan NV300 als Doppelkabine mit sechs Sitzen und ordentlich Laderaum zum Kurztest an.

Am Kühlergrill prangt zwar ein großes Nissan-Logo. Doch die Verwandtschaft des NV300 zum Renault Trafic ist nicht zu übersehen. Auch der Antriebsstrang stammt von Renault, überzeugt aber nicht komplett. Zwar hält er sich akustisch zurück und zieht auch im höheren Geschwindigkeitsbereich sauber durch, bei niedrigen Drehzahlen fehlt es jedoch an Mumm. Zudem ist das 1,6-Liter-Motörchen deutlich durstiger als es laut Werksangabe sein dürfte. Auf unserer Verbrauchsrunde laufen 38 Prozent mehr Kraftstoff durch als versprochen.

Auch die Ergonomie passt nicht immer. Die abschraubbare Antenne beispielsweise sitzt auf der rechten Seite. Der Fahrer muss also ums Auto herumgehen, um sie abzunehmen. Immerhin passt der ohne Antenne knapp zwei Meter hohe Nissan in alle gängigen Tiefgaragen.

Bei der Sitzposition glänzt Nissan dagegen. Dank der hohen Einbaulage des Sitzes hat der Fahrer einen guten Überblick, ohne dass die Kopffreiheit leidet. Die straff gepolsterten Sitze harmonieren mit dem auf Komfort getrimmten Fahrwerk. Selbst unbeladen federt der NV300 sanft.

Zoom Nissan NV300 2018 Foto: Karl-Heinz Augustin
Unter den Sitzen und der Rückbank bietet der NV300 jede Menge Stauraum, zum Beispiel für Zurrgurte oder Werkzeug.

Gute Ausstattung, relativ günstiger Preis

Als Doppelkabine bietet der Wagen jede Menge Platz für sechs Personen. Die Kniefreiheit im Fond ist mehr als ausreichend. Hinter dem Passagierabteil hat der Nissan genug Reserven. Zwischen die Radkästen passen zwei Europaletten. Insgesamt gibt Nissan ein Ladevolumen von 4,0 m³ an. Alternativ können sich Handwerker im Ladeabteil eine kleine Werkstatt einrichten. Strom gibt es dort nämlich aus einer weiteren Steckdose.

Unterm Strich ist der Testwagen passabel ausgestattet. Als Doppelkabine mit dem stärksten Motor fährt er serienmäßig mit einem allerdings in die Jahre gekommenen Radio vor. Auch Einparkhilfe am Heck, Klimaanlage, Licht-/Regensensor, Nebelscheinwerfer und Tempomat hat er an Bord. Die deutsche Premiumkonkurrenz kann da nicht mithalten.
Insgesamt hat uns der Nissan NV300 überzeugt, wenn auch Details und der hohe Verbrauch das Bild ein wenig trüben. Fahrkomfort, Platzangebot und die umfangreiche Serienausstattung reißen es wieder raus.

Autor

Datum

21. Dezember 2017
Kommentare
  • Alle Bereiche
  • Branche
  • Auto
  • Management
  • ecoFleet
  • Recht/Steuer
  • Service
  • Firmenauto des Jahres