Suzuki SX S-Cross 12 Bilder Zoom
Foto: Suzuki

Suzuki SX 4 S-Cross

Grundsolide unauffällig

Suzuki SX4 – nie gehört? Das könnte sich ändern, denn der kompakte SUV tritt nun etwas selbstbewusster auf.

Nachdem fast jede Marke mindestens einen SUV im Programm hat, wird’s schwer für manche Nischenhersteller. Wer im Markt mitmischen will, muss schon etwas auf den Putz hauen. Das hat auch Suzuki bemerkt. Jahrelang hatte sich der SX4 S-Cross so erfolgreich weggeduckt, dass Modelle wie Nissan Qashqai oder Opel Mokka ihm davonfuhren. Nach der letzten Modellpflege ist er aber kaum wiederzuerkennen. Jetzt ziert ein wuchtiger, verchromter Kühlergrill die Front des 4,30 Meter langen SUV. Außerdem haben ihm die Designer moderne LED-Scheinwerfer und einen großen Lufteinlass verpasst. Dazu größere Räder, etwas mehr Bodenfreiheit – und schon macht dieser Suzuki optisch ordentlich was her.

Nun ist die Marke nicht unbedingt die erste Wahl bei Flottenmanagern oder Fahrern von Firmenwagen. Und falls doch, greifen sie bevorzugt zum bekannteren Vitara. Wer aber Platz braucht, ist mit dem rund 13 Zentimeter längeren SX4 S-Cross besser bedient. Speziell, wenn man öfters mit Kollegen oder Kind und Kegel unterwegs ist. Beinfreiheit hinten? Kein Problem. Platz fürs Gepäck? Reichlich. Ablagen? Jede Menge. Auch Verarbeitung und Materialien gehen in Ordnung. Im Cockpit dominiert zwar schwarzes Hartplastik, doch wenigstens ein paar silberne Zierleisten lockern den Innenraum auf.

Sonderausstattungen gibt's nicht einzeln

Mit Abstandstempomat und Notbremssystem hat der Suzuki zumindest in der teuersten Ausstattungsversion ein Minimum an Sicherheitssystemen an Bord. Und auch nur für diese Comfort+ genannte Ausstattung gibt es das sehr gut funktionierende Navisystem mit Smartphone-Anbindung. Das nämlich ist ein Nachteil des Suzuki. Abgesehen von der 420 Euro teuren Metalliclackierung (alle Preise netto) kann man nichts einzeln bestellen. Wer beispielsweise mit dem Basismodell oder mittleren Ausstattung zufrieden ist, aber gerne ein Navisystem hätte, geht leer aus.

Allerdings müssen sich die Kunden in der Praxis nur zwischen zwei Ausstattungsniveaus entscheiden. Denn die abgespeckte Grundausstattung Club gibt es nur, um den Brutto-Einstiegspreis des 111 PS starken Dreizylinder-Turbobenziners unter 20.000 Euro zu drücken. Der stärkere Benziner und der Diesel starten gleich in Comfort-Ausstattung samt Klimaautomatik, schlüssellosem Zugangssystem, Voll-LED-Scheinwerfern, und Rückfahrkamera.

Mit Allrad und Automatik kostet der Diesel stolze 26.500 Euro

Wer 2.850 Euro netto drauflegt und Comfort+ wählt, bekommt dann die Vollausstattung samt Navi, Panorama-Schiebedach, Parksensoren, Abstandstempomat und etlichem mehr. Toppen lässt sich das mit einer gut abgestimmten Sechsgang-Automatik für die beiden Benziner (1.260 Euro) beziehungsweise einem Doppelkupplungsgetriebe (1.428 Euro) für den Diesel. Dann jedoch klettert der Preis des grundsätzlich nur mit Allrad erhältlichen Selbstzünders schon auf fast 26.500 Euro. Da wird man dann auch bei der etablierten Konkurrenz fündig.

Etwas günstiger und nicht wirklich schlechter fährt man mit dem 140 PS starken Benziner, bevorzugt mit Automatik (25.450 Euro). Der aufgeladene Vierzylinder hat schon bei niedrigen Touren viel Kraft und die Automatik schaltet sich fix durch die sechs Gänge. Mit dem quirligen 1.4 Boosterjet kommt man zügig voran und rund acht Liter Praxisverbrauch gehen für einen Benziner dieses Formats noch in Ordnung. Ansonsten: Federt gut, fährt gut, keine weiteren Auffälligkeiten. Gegenüber dem mausgrauen Vorgänger ist das ein echter Fortschritt. Jetzt müssen das nur noch die Kunden mitbekommen.

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Datum

20. Januar 2017
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