Mitsubishi Eclipse Cross 2018 12 Bilder Zoom
Foto: Mitsubishi

Mitsubishi Eclipse Cross im Test

CVT ist okay

Der Mitsubishi Eclipse Cross macht vieles anders und manches besser als andere SUV. Das stufenlose Automatikgetriebe ist aber nicht das einzige, was an dem kompakten Crossover überrascht

Funktional, emotionslos, oft auch einfach langweilig: Autos von Mitsubishi stehen selten auf der Wunschliste der Fahrer von Geschäftswagen. Jetzt aber will die Marke das Steuer herumreißen und stellt den Händlern mit dem Eclipse Cross einen kompakten SUV in die Schauräume. Schließlich müsse jeder ernstzunehmende Autohersteller ein solches Modell im Programm haben, heißt es aus der Konzernzentrale.

Jedenfalls besteht keine Gefahr, dass dieses Auto in der breiten Masse untergeht. Anders gesagt: Der wahlweise mit Front- oder Allradantrieb angebotene SUV sieht auf den ersten Blick ziemlich schräg aus. Vorne zerschneiden fette Chromleisten die bullige Front und in tiefen Höhlen sitzen riesige Nebelleuchten. Auch das zerklüftete Heck mit der zweigeteilten Scheibe und dem großen Spoiler oben ist ein optisches Statement. Wem Modelle wie Toyota CR-H oder Lexus NX gefallen, der wird sich auch mit diesem spacigen Crossover anfreunden können.

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Konventionelles Cockpit ohne viel Schnickschnack.

Gute Ausstattung, konventioneller Innenraum

Im Innenraum scheint die Designer dagegen der Mut verlassen zu haben. Das aufgeräumte Cockpit kommt ohne modischem Großbildschirm aus, wirkt dafür gut verarbeitet und überraschend hochwertig. Stattdessen gibt es gut ablesbare Rundinstrumente und sogar ein Head-up-Display in Form der klassenüblichen, ausklappenden Glasscheibe. Einige wenige Schalter regeln die wichtigsten Klimafunktionen. Der Rest läuft über den oben auf der Mittelkonsole positionierten Touchscreen. Dank dem einfachen und schnell verständlichen Menü klappt die Bedienung auf Anhieb und das Smartphone ist dank Apple Car Play/Android Auto ruckzuck integriert.

Auch die Platzverhältnisse gehen in Ordnung. Vorne sitzt man hoch mit der entsprechenden Übersicht, die Rücksitze samt ihrer verstellbaren Lehnen lassen sich um 20 Zentimeter nach hinten verschieben. Das knapst zwar dem mit 485 Liter sehr ordentlich dimensionierten Heckabteil ein Viertel des Laderaums ab, bringt aber den Kollegen enorm viel Platz für ihre Beine. Anders als beispielsweise im etwas gruftigen Toyota CR-H geht es im Mitsubishi hinten angenehm luftig zu. Und spätestens, wenn man den 4,40 langen Wagen im engen Parkhaus rückwärts in die Lücke zirkelt, erkennt man den zweiten Vorteil der weit nach unten gezogenen Heckscheibe: Der Mitsubishi ist ein nach hinten richtig übersichtliches Autos.

Der gute erste Eindruck setzt sich auf den ersten Kilometern fort. Der Crossover ist angenehm komfortabel abgestimmt, wobei seine Lenkung etwas direkter arbeiten dürfte. Das stört aber nicht weiter, denn der drehfreudige 1,5 Liter große und 163 PS starke Turbobenziner reißt keine Bäume aus. Er schiebt zwar schon bei niedrigen Drehzahlen ordentlich an, dürfte aber oben raus etwas mehr Bums haben.

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Zum Start gibt es nur einen 163 PS starken Benziner. Mitte 2018 folgt ein Diesel

Diesel kommt Mitte des Jahres

Wer nicht selbst schalten will, greift zur 1.429 Euro teuren CVT-Automatik (alle Preise netto). Die überrascht schon deshalb, weil sie beim Gas geben nicht wie die meisten stufenlosen Getriebe am roten Drehzahlbereich entlang jault. Stattdessen simuliert das Getriebe acht Schaltstufen und fühlt sich an wie eine normale Automatik. Allerdings ist die Benziner-Automatik-Kombination nicht wirklich sparsam. Knapp neun Liter zeigt der Bordcomputer nach unserer ersten Runde, gut zwei Liter mehr als der NEFZ-Normverbrauch von 7,0 Liter. Die für den Firmenwagen und vor allem für Vielfahrer bessere Variante schieben die Japaner Mitte 2018 nach: einen 2,2-Literdiesel mit Achtgang-Wandlerautomatik und Allradantrieb.

Mit Frontantrieb und Handschaltung startet der SUV im Januar 2018 bei günstigen 18.480 Euro mit einer ordentlichen Grundausstattung samt Klimaautomatik, verschiebbaren Rücksitzen, LED-Tagfahrlicht und Spurhalteassistent. Technische Gimmicks wie Nah- und Fernbereichsradar, das Rundum-Kamerasystem oder Voll-LED-Licht bleibt den teureren, vorgefertigten Ausstattungspaketen vorbehalten. Am oberen Ende der Preisskala steht der 29.320 Euro teure Eclipse Cross Top, mit 4WD und CVT-Automatik.

Der Eclipse Cross ist das erste Modell von Mitsubishi seit der Übernahme durch Renault-Nissan. Es zeigt, in welche Richtung sich die Marke optisch entwickelt. Man mag das Design oder auch nicht. Aber eines bewirkt dieser SUV auf jeden Fall: Über Mitsubishi redet man wieder.

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Den Eclipse gibt es wahlweise mit Front- oder Allradantrieb.

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Datum

29. November 2017
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