Mazda CX-5 Skyactiv-G 194 2017 5 Bilder Video Zoom
Foto: Mazda

Mazda CX-5 Skyactiv-G 194

Für Dieselverweigerer

Ein neuer Benziner soll im SUV durch Zylinderabschaltung Sprit sparen. firmenauto probiert, ob das funktioniert.

Wer hätte das gedacht: Nicht der klassische Kombi Mazda 6 ist das meist verkaufte Modell der Marke, sondern der CX-5. Ausgerechnet für diesen relativ schweren SUV will uns Mazda nun einen 194 PS starken Benziner schmackhaft machen. Die Dieselkrise lässt grüßen. Dabei zeigt die Erfahrung: Dicke Autos mögen durchzugsstarke Selbstzünder. Drehmoment statt Drehzahlen. Und natürlich Power, je mehr, desto besser.

Gut 31.900 Euro netto kostet der ausschließlich in der Top-Ausstattung mit Allradantrieb, Automatik und allem Pipapo lieferbare Skyactiv G-194. Sogar LED-Licht, Head-Up Display und Navi sind an Bord.

Damit die Tankrechnungen nicht aus dem Ruder laufen, schaltet der bei geringer Last zwei Zylinder ab. Das Prinzip kennen wir bereits von anderen Herstellern. Mercedes etwa versuchte bereits in den 1990ern mit diesem Prinzip, durstigen Achtzylindern der S-Klasse die Freude am Saufen zu nehmen, mehr oder weniger erfolgreich. Aktuell legen VW, Audi, Ford und andere Hersteller einzelne Zylinder ihrer Motoren lahm. Der Unterschied: Sie alle blasen ihre Motoren mit Turbos auf, während Mazda eisern am großvolumigen, hoch verdichteten Sauger festhält.

Zoom Mazda CX-5 Skyactiv-G 194 2017 Foto: Mazda
Gut 31.900 Euro netto kostet der ausschließlich in der Top-Ausstattung mit Allradantrieb, Automatik und allem Pipapo lieferbare Skyactiv G-194.

Dem Benziner fehlt der Kick

Aus Erfahrung wissen wir: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen. Bei 2,5 Liter müsste also richtig was gehen. Doch wirklich überzeugen kann uns der Motor nicht. Zum gepflegten Cruisen genügt der Vierzylinder zwar. Ob zwei oder vier seiner Töpfen arbeiten, merkt man nicht. Sobald es jedoch bergauf geht, schnell ein Lkw überholt werden muss oder man es einfach etwas eilig hat, verlangt er nach Drehzahlen. Unten herum fehlt ihm einfach der Bumms. Die Sechsgang-Automatik schaltet zwar willig zurück, doch dann passiert erstmal - nichts. Oder nur wenig. Erst mit Verzögerung schiebt er kräftig an, während die Nadel des Drehzahlmessers um den roten Bereich herum tänzelt. Selbst im Sport-Modus wirkt der Motor etwas angestrengt.

Spaß macht das jedenfalls nicht und verbrauchsfördernd sind die hohen Touren natürlich auch nicht. So zeigt der Bordcomputer nach 100 Kilometer zurückhaltender Fahrt über kleine Landstraßen einen hohen Acht-Komma-Verbrauchswert, wo wir mit dem Diesel sicherlich mit rund sechs Litern ausgekommen wären. Und auf der Autobahn liefert der Verbrauchsrechner fix zweistellige Werte.

Da bleiben wir doch lieber konservativ und empfehlen weiterhin den kultivierten 175 PS starken Diesel. Der hat Bumms in jeder Lebenslage. Was er mehr kostet (1.700 Euro), macht er mit Fahrspaß wett. Und wer das Firmenwagen-Budget schonen will, spart bestellt den 150-PS-Diesel. Den gibt’s mit Allradantrieb und der komfortablen Automatik, aber etwas weniger Ausstattung bereits für rund 30.327 Euro.

Autor

Datum

13. Oktober 2017
Kommentare
  • Alle Bereiche
  • Branche
  • Auto
  • Management
  • ecoFleet
  • Recht/Steuer
  • Service
  • Firmenauto des Jahres