Alles über Gehaltsumwandlung
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Gehaltsumwandlungsmodell Benefit von Athlon

Mehr fürs Geld

Ein neues Gehaltsumwandlungsmodell von Athlon lässt Mitarbeitern Spielraum, sich zusätzlich zum Auto auf Firmenkosten Fahrrad, Altersvorsorge oder Zuschüsse für die Kita zu leisten.

Gute Mitarbeiter sind das Kapital jeder Firma. Wer motiviert arbeitet, vertritt die Interessen des Unternehmens ganz anders als jemand, der sich morgens aus dem Bett quält und schlecht gelaunt Dienst nach Vorschrift macht. Doch so weit muss es gar nicht kommen. Im besten Fall reicht es schon, wenn der Chef die Arbeit des Mitarbeiters wertschätzt. Erfahrungsgemäß aber motivieren Sachmittel mehr. In vielen Betrieben können Mitarbeiter beispielsweise ihren Firmenwagen im Rahmen der Car-Policy selbst konfigurieren. Die Kehrseite: In der Regel schöpfen die Mitarbeiter ihr Budget bis zum letzten Cent aus und die Fuhrparkkosten gehen ab durch die Decke.

Das gefällt nicht jedem Unternehmer. Deshalb hat Athlon My Benefit Kit aufgelegt. Vorgestellt hat die Leasinggesellschaft, die seit Ende 2016 zum Daimler-Konzern gehört, ihr neues Produkt bereits bei ersten Kunden. Deren Reaktionen zeigen Christian Müllmann, Business Development Manager, dass Athlon mit dem Gehaltsumwandlungsmodell richtig liegt.

Die Idee: Wer sich bei Motorisierung und Ausstattung seines Dienstwagens etwas zurückhält, kann das verbleibende Budget anders verwenden. Beispiele für die alternative Verwendung des Restbudgets aus einem Leasingvertrag gibt es reichlich: Dienstfahrrad, Smartphone, privates Carsharing, ÖPNV, Altersvorsorge oder Zuschüsse zur Kindertagesstätte sind nur einige der Optionen. Da die Leistungen aus dem Budget oder dem Bruttogehalt finanziert werden, fährt der Kollege steuerlich deutlich günstiger.

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Bei jungen Menschen steht der eigene Firmenwagen nicht mehr so im Vordergrund wie noch vor ein paar Jahren. Das neueste Smartphones zu besitzen oder ein schickes Fahrrad ist ihnen oft wichtiger.

Das Produkt soll den Nerv vieler jüngerer Mitarbeiter treffen, der sogenannten Generation Y. Zu ihr werden die Jahrgänge 1980 bis 1999 gezählt. Statt das vorgelebte Arbeitsmodell ihrer Eltern und Großeltern fortzusetzen, geht es ihnen im Leben um mehr als nur Karriere und Gehalt. Sie wünschen sich flexible Arbeitszeiten, sie wollen Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen. Ihr Lebensmotto: Nicht bis zur Erschöpfung arbeiten, sondern auch Zeit mit Freunden verbringen. Die Generation Y gilt als technikaffiner und nachhaltiger eingestellt als vorherige Generationen

Gutes Personal hat Ansprüche

Wer qualifizierten Nachwuchs sucht, muss daher auf diese Bedürfnisse eingehen. Und die ändern sich natürlich im Lebensverlauf. Kommen die Kinder auf die Welt, muss ein größeres Auto her. Wechselt der Nachwuchs auf die Schule, braucht es keinen Zuschuss mehr zur Kita. »Aber auch die älteren Arbeitnehmer wünschen sich schon lange mehr Flexibilität«, glaubt Müllmann. Schließlich ändern sich auch deren Bedürfnisse über die Jahre. Sind die Kinder endgültig aus dem Haus, wird es beispielsweise Zeit, sich um die Altersvorsorge zu kümmern.

Das neue Angebot richtet sich nicht nur an Dienstwagenberechtigte, sondern auch an alle Mitarbeiter, die über ein Budget verfügen. Weihnachtsgeld etwa, Bonuszahlungen, Mittel für die betriebliche Altersvorsorge oder auch Zuschüsse für ein Jobticket für den Nahverkehr. Wird beispielsweise ein solcher Zuschuss nicht abgerufen, weil der Mitarbeiter mit dem Auto zur Arbeit fährt, verfällt er in den meisten Fällen. Dabei ließen sich auch solche Zahlungen umfunktionieren in Leistungen, die dem Mitarbeiter steuerlich mehr bringen als ein Zuschlag aufs Gehalt.

Athlon kooperiert bei My Benefit Kit mit Benify. Die IT-Plattform, mit der die Daimler-Tochter in den Niederlanden bereits seit 2015 zusammenarbeitet, hat sich auf flexibles Benefitmanagement spezialisiert. Sie bündelt die Angebote verschiedener Dienstleister, beispielsweise der örtlichen Kita oder von Carsharing-Unternehmen. Der Mitarbeiter wählt seine Wunsch-Option aus dem Angebot dieser Lieferanten auf dem Benify-Portal aus und erkennt nach wenigen Klicks, wie sich dies auf sein Brutto- und Nettogehalt auswirkt

Steuergesetz wird berücksichtigt

"Um die Prozesse für unsere Kunden zu automatisieren und den Mitarbeitern eine hohe Transparenz zu bieten, wird das HR-System des Kunden an Benify angebunden. Und zwar nach den gleichen Datenschutzstandards wie beim Online-Banking", erklärt Müllmann. Hat sich der Mitarbeiter auf ein Angebot festgelegt, werden die Informationen automatisch an die Gehaltsabteilung oder den für die Abrechnung beauftragten Dienstleister versendet. Dabei berücksichtige das System die Vorgaben des deutschen Steuergesetzes. Das verhindert, dass Grenzwerte überschritten werden, beispielsweise für Sachwerte. Generell gilt ja, dass alle Sachbezüge bis zu einem Wert von 44 Euro monatlich steuer- und sozialversicherungsfrei sind.

Athlon versichert, dass zwischen den Lieferanten der Benify-Plattform keine Provisionen fließen. Statt über Kick-backs finanziert sich das System über die Unternehmen, die das Angebot nutzen. Sie zahlen eine Nutzungsgebühr pro Mitarbeiter und Jahr. Wie hoch diese Gebühr ist, will Athlon allerdings nicht verraten. Nur so viel ist zu erfahren: Damit sich das Angebot auch für Athlon rechnet, richtet es sich nur an Firmen mit mehr als 300 Mitarbeitern.

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Datum

27. Mai 2017
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