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Foto: Fiat

Fiat Panda 4x4 Wild

Panda wühlt wild mit allen vieren

Seit 34 Jahren gibt es den Fiat Panda 4x4. Auch für die aktuelle dritte Auflage gilt: Kein anderes Auto parkt so lässig in engen Gassen und kommt gleichzeitig jeden steinigen Anstieg hoch.

Auto fahren in seiner einfachsten Form: Das verkörperte der erste Fiat Panda Anfang der 80er Jahre. Seit sechs Jahren gibt es die dritte und rundeste Generation, die glücklicherweise mit 3,65 Metern Länge immer noch zu den kleinen Autos auf der Straße gehört. Bei der Allradvariante 4x4 Wild kommen wegen ausladender Schürzen weitere drei Zentimeter dazu, aber auch so schafft es der kleine Italiener in beinahe jede Parklücke. Dabei bewahrt die Kunststoffbeplankung tatsächlich vor Remplern, der Motor ist gut gegen Beschädigung von unten geschützt. Wer es gerne weniger rustikal hätte, muss den 4x4 Cross wählen, der für gut 2.000 Euro Aufpreis silberne Zierelemente und Leichtmetallräder mitbringt.

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Innen zeigt der Fiat Panda viel Hartplastik, ist aber ordentlich verarbeitet und praktisch.

Für alle anderen tut es der gewiss nicht billige 4x4 Wild, der als Diesel 14.900 Euro kostet (alle Preise ohne MwSt.). Dafür gibt es dann eine Klimaautomatik, Radio samt Freisprecheinrichtung und elektrisch beheizbare Außenspiegel serienmäßig. Innen geht es im Panda ganz brav zu: Grüne Kunstlederaufsätze sind Teil des 4x4 Style-Pakets, das gegen 420 Euro Aufpreis lackierte Außenspiegel und Aluräder bringt. Ein integriertes Navigationssystem bietet Fiat nach wie vor nicht an, eine Smartphone-Halterung hält das Mobilgerät sicher auf der Armaturentafel. Wer allerdings sein Handy per Bluetooth koppeln will, muss tief in das Menü einsteigen.
Vieles im Panda ist aus hartem Kunststoff, die Verarbeitung geht aber in Ordnung. Dank der hohen Karosserie genießen alle Passagiere genügend Kopffreiheit, selbst die Sitze sind erstaunlich bequem. Lediglich hinten gibt es nicht genug Platz für die Knie. Der Gepäckraum fällt mit 225 Litern klassenüblich aus, die Ladekante ist allerdings mit 75 Zentimetern ziemlich hoch.

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Dank kurzer Überhänge und großen Rädern sind auch steile Rampen kein Problem.

Das liegt natürlich auch an der hohen Bodenfreiheit, die sorgenloses Fahren über unwirtliche Feldwege oder gar gänzlich unbefestigtes Terrain erlaubt. Die kurzen Karosserieüberhänge, der Allradantrieb und die kurze Abstufung des Getriebes machen den kleinen Fiat fit für grobes Geläuf. Für Vortrieb ist im Falle des Testwagens ein Dieselmotor verantwortlich, der aus gut 1,2 Litern Hubraum 95 PS/70 kW leistet. Sein Drehmoment von 200 Newtonmetern drückt nach einer kleinen Anfahrschwäche ordentlich voran, und bis Tempo 100 gibt es gegen Vortrieb und Geräuschentwicklung wenig einzuwenden. Auch der Verbrauch hält sich bis dahin in akzeptablen Grenzen. Darüber hinaus jedoch wird es anstrengend: Die serienmäßigen Winterreifen heulen, der Motor dreht im fünften und leider letzten Gang bereits bei Tempo 100 mit 2500 Touren. Hier fehlt ein sechster Gang, der für längere Autobahnetappen unentbehrlich scheint.

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Auf dem Land und in der Stadt fühlt sich der Panda 4x4 wohler als auf der Autobahn.

Auf schmalen Landstraßen, unbefestigten Wegen und auch in engen Stadtgassen hingegen fühlt sich der kleine Allradler wohl. Die leichtgängige Lenkung ist leidlich präzise, die Aussicht dank hoher Sitzposition und recht dünnen Dachsäulen zufriedenstellend. So macht sich der Panda 4x4 schnell Freunde. Immerhin ist er quasi konkurrenzlos: Der einzige andere Kleinstwagen mit Allradantrieb kommt in Form des Ignis von Suzuki. Zwar ist der deutlich moderner, einen Dieselmotor haben die Japaner aber nicht im Programm.

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Datum

5. Januar 2018
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