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DAT Diesel-Barometer im Oktober

Drohende Fahrverbote verunsichern Fahrer

Beinahe die Hälfte der Dieselfahrer würde sich an einer Umrüstung ihrer Autos beteiligen. Das ergab eine Umfrage der DAT. Insgesamt sinkt die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen seit Anfang des Jahres.

Im monatlichen Diesel-Barometer befragte die DAT auch im Oktober wieder über 1.000 Studienteilnehmer. Die aktuelle Stimmung folgt dem Jahrestrend: Nur 14 Prozent der Befragten wären derzeit bereit, ein Diesel-Auto zu kaufen. Drohten keine Fahrverbote, würde sich immerhin ein Drittel für den Selbstzünder entscheiden. Die Rechtssicherheit hat also wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung. So zögern 30 Prozent der Befragten ihre Kaufentscheidung hinaus, da ihnen die aktuelle Lage zu unsicher ist. 30 Prozent der aktuellen Dieselbesitzer wollen ihr Auto verkaufen, da sie einen weiteren Wertverfall befürchten. Allerdings wollen damit auch über zwei Drittel ihren Diesel weiterhin fahren. Und 46 Prozent der Umfrageteilnehmer wären bereit, Geld für eine Umrüstung des eigenen Autos zu bezahlen. Motivationsgrund ist dabei weniger der Werterhalt als vielmehr die Vermeidung eventueller Fahrverbote.

Geht es um Alternativen zum Diesel beim Neuwagenkauf, nennen 59 Prozent den herkömmlichen Benziner. Immerhin 22 Prozent würden einen Hybrid wählen, nur 3 Prozent ziehen ein Elektroauto in Erwägung. Zwei Drittel der Befragten geht davon aus, dass die Bedeutung des Diesels zukünftig abnimmt, vor allem wenn es zu Fahrverboten kommt. Auch auf den Gebrauchtwagenhandel hat das derzeitige Dieseltief Auswirkungen: Durchschnittlich stehen gebrauchte Diesel-Pkw 20 Tage länger auf dem Verkaufshof als Benziner. Eine gute Möglichkeit für Vielfahrer, die einen günstigen Gebrauchtwagen suchen.

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Datum

3. November 2017
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