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Bundesverband Fuhrparkmanagement

Erwischt: Datensammler lüften Geheimnis?

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement nimmt Stellung zu aktuellen Themen. Heute: Welche Daten des Firmenwagens

Was alle wussten, aber immer wieder abgestritten wurde, scheint jetzt doch einmal ans Licht gekommen zu sein: Wenn Hersteller Daten auswerten wollen, dann können sie das. Drive Now, der gemeinsame Carsharing-Dienst von BMW und Sixt, sorgte unlängst für entsprechenden Diskussionsstoff, denn er lieferte einem Gericht angeblich ein genaues Bewegungsprofil eines Studenten, der einen tödlichen Unfall verursacht haben soll.

Der Student wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Er hatte mit einem Drive-Now-Carsharing-BMW einen Radfahrer überfahren. Die Beweise hat laut Manager Magazin und Spiegel Online der Hersteller BMW zur Verfügung gestellt, der ja immer wieder öffentlich verlauten lässt, gar keine Daten aufzuzeichnen. Das Blatt schreibt, dass dem Landgericht Köln präzise Daten zur Verfügung gestellt wurden, nachdem sie für die Verhandlung angefordert wurden. Zwar erst zögerlich und nach acht Monaten, aber immerhin.


Nun wollen wir die Kirche im Dorf lassen. Jeder von uns sendet und hinterlässt ständig Daten. Wer glaubt, die sozialen Medien, die Bezahldienste, die Payback-Karten oder die Smartphone-Apps machen nichts damit, der ist naiv und hat sich in der Regel die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht wirklich durchgelesen. Denn darauf – auf die konkreten Vereinbarungen und Zustimmungen – kommt es an. Bewegungsprofile sind allerdings ohne ausdrückliche Einwilligung des Kunden unzulässig. Wir wollen nach wie vor Transparenz und wissen, was mit den Daten passiert. Die Daten gehören schließlich uns, den Fahrern.

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Datum

15. November 2016
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